Die Erfindung der Schleuder liegt noch gar nicht so weit zurück. Sie wurde erst im Jahr 1839 erfunden. Die Vulkanisation des Kautschuks machte die Herstellung erst möglich, denn zuvor fehlte es am entsprechenden Gummi-Material. Heutzutage, nur wenige Jahre später, wird diese Erfindung einfach zu einer Wasserbombenschleuder, oder auch Wasserbombenkatapult umfunktioniert.
Was hier nach einem tollen Spaß für die warme Jahreszeit klingt, findet aber auch immer wieder Verwendung im Winter. Immer mehr Leute benutzen die Wasserbombenschleuder bei Schneeballschlachten. Ein einfacher Schneeball wird einfach in das Gummiband eingespannt und kann so wesentlich weiter fliegen, als mit der eigenen Wurfkraft. So ein Wasserbombenkatapult ist also Spaß für das ganze Jahr!
Das Wichtigste über die Wasserbombenschleuder in Kürze
- Es gibt drei Arten von Wasserbombenschleudern.
- Eine Reichweite von mehreren hundert Metern ist möglich.
- Sie eignen sich nicht nur für Wasserbomben im Sommern, sondern auch für Schneebälle im Winter.
Wasserbombenschleuder – Empfehlungen
Unterschiedliche Varianten einer Wasserbombenschleuder
Die beliebteste und weit verbreiteste Form der Wasserbombenschleuder dürfte ganz klar die Zwille sein. Mit ihren zwei Gabeln und dem elastischen Gummiband ist sie leicht von einer Person zu bedienen. Je nach Variante ist das Wurfgestell in einem Winkel zwischen 40-60 Grad an dem Stiel angebracht. Als Material dienen neben klassischem Holz (z.B. Rotbuche oder Eiche) oftmals auch Kunststoffe bis hin zu Leichtmetallen und Edelstahl.
Eine andere Variante ist die Schleuder für 3 Personen. Sie entspricht vom Grundgedanken eher einer antiken Schleuder. Hier ersetzen zwei Personen sozusagen die Gabel. Von Vorteil ist, dass dadurch ein längerer Gummi verwendet werden kann und somit die Wasserbombe, oder auch der Schneeball wesentlich weiter fliegt. Hier sind Reichweiten von bis zu 50 Meter und mehr problemlos möglich.
Eine dritte Variante ist ein einfacher langer Gummizug. Dieser kann zum Beispiel bei einer liegenden Person zwischen die Beine gespannt werden und ist anschließend mit der Hand zu spannen. Auch dieses Modell findet immer mehr Anhänger, da es gegenüber der herkömmlichen Zwille, die Wasserbomben und Schneebälle viel weiter schleudert.
Wie funktioniert das Wasserbombenkatapult?
Je nach Elastizität des verwendeten Gummis herrschen unterschiedliche Kräfte. Desto stärker das Gummiband des Wasserbombenkatapults gespannt ist, desto weiter fliegt die Ladung. Sobald die Spannung aufgehoben wird, durch loslassen des Gummibands, entfaltet sich die Energie. Das Schleudermaterial (Wasserbombe oder Schneeball) wird binnen Sekundenbruchteile beschleunigt und herauskatapultiert. Weitere Faktoren, die die Reichweite verändern sind das Gewicht, so wie die Beschaffenheit des Wurfgeschosses.
Die Höhe oder Tiefe in der die Wasserbombe eintreffen soll, bestimmen Sie in dem Sie den Winkel verändern. Spannen Sie das Gummiband tief, fliegt die Wasserbombe im hohen Bogen. Möchten Sie lieber einen flachen und weiten Schuss, dann ist es von Vorteil das Gummiband möglichst geradlinig zu spannen, um so die Energie nur auf die Flugweite zu richten.
Mögliche Einsatzbereiche einer Wasserbombenschleuder
Wie der Name schon verrät findet die Wasserbombenschleuder oder auch oft Wasserbombenkatapult genannt, seine hauptsächliche Verwendung im Schleudern von Wasserbomben. Doch inzwischen gibt es auch viele weitere Bereiche in denen die Schleuder nicht mehr wegzudenken sind. Nachfolgend ein paar Beispiele:
Schneeballschlachten im Winter
Die Kinder bauen eine Mauer aus Schnee. Das eine Team tritt gegen das andere an. Mithilfe einer Wasserbombenschleuder können Schneebälle auf große Distanz oder eben auch im hohen Bogen über die Schutzmauer aus Schnee gefeuert werden. Ein Riesen-Vergnügen für Jung und Alt!
Futterbälle beim Angeln
Wer Futterbälle beim Angeln möglichst tief in den See werfen möchte, stößt oftmals an seine körperlichen Grenzen. Auch hier findet die Wasserbombenschleuder immer wieder Verwendung. Die Futterbälle können ohne großen Aufwand weit in das Wasser geworfen werden, ohne selbst den See oder das Meer zu betreten. Mit dem Wasserbombenkatapult würde man zwar weiter kommen, allerdings benutzen Angler hierfür eher spezielle Futterschleudern.
Als witziges Trinkspiel
Wer den Film Kindsköpfe kennt, dem dürfte dieses Spiel ein Begriff sein. Alle Teilnehmer stellen sich im Kreis auf. Die Wasserbombe wird nach oben gefeuert. Ab sofort muss jeder sein Getränk auf Ex trinken. Sobald das Bier leer ist, darf man wegrennen. Wer das Getränk nicht schnell genug leer bekommt, muss im Kreis stehen bleiben und wird mit ein bisschen Pech eventuell von der Wasserbombe getroffen.
Wasserbombenschleuder selber bauen
Es muss nicht immer die gekaufte Luxusvariante sein. Mit ein paar Tipps und Tricks können Sie die Wasserbombenschleuder ganz einfach selber bauen. Das Wichtigste zu Beginn ist eine möglichst symmetrische Astgabel zu finden. Achten Sie auf einen Winkel zwischen 40-60 Grad, damit auch ausreichend Platz zum Katapultieren der Wasserbomben besteht.
Auf Grund der holztechnischen Eigenschaften sind die Eiche, Buche und der Haselstrauch am besten geeignet, da es sich hierbei um äußerst feste und harte Hölzer handelt.
Zwischen den beiden Ästen setzen Sie nun ein Stück Gummi ein. Ideal sind Gummis die sich auf das 6 bis 8-fache Dehnen lassen (zum Beispiel Spanngummis), doch auch weniger elastische Varianten erfüllen den Zweck. In der Mitte des Gummies setzen Sie am besten ein Stück Leder oder ein anderes härteres und reissfestes Material ein. Dies dient uns als Träger für unsere Wasserbombe oder Schneeball und als Griff um eine bessere Haltung zu haben, wenn die Schleuder gespannt ist.
Weitere Tipps finden Sie hier: Zwille selber bauen
Weiterführende Quellen und interessante Links
[1] https://www.kabeleins.de/tv/abenteuer-leben/videos/2012125-die-wasserbombenschleuder-teil-1-clip
[2] https://www.erlebnismanagement.com/events/detail/wasserbomben-schleuder-fuer-erwachsene
[3] http://www.konsumentenfragen.at/konsumentenfragen/Mein_Geld/Versicherung/Aktuelles/Keine_Versicherung_bei_Verletzung_durch_3-Mann_Wasserbombenschleuder
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